nach langer langer Zeit..

Samstag, 26.04.2014

Es ist eine lange Zeit seit meinem letzten Blogeintrag vergangen, aber ich habe meine Lieben zum Glück immer persönlich auf dem laufenden halten können, zumindest mein bestes gegeben, da die 12 Stunden Schicht doch mehr schlaucht und meine Zeit geraubt hat als gedacht. Diese Zeit ist aber auch jetzt vorbei, nach 4 ½ Wochen. Das wurde dann definitiv auch mal Zeit. Und wir haben 4 Tage frei bekommen – unser Leben kann zurück kehren. Aber erst einmal zu der 12 Stunden Schicht, welche lange, teilweise anstrengend aber auch langweilig seien konnte. Ich musste morgens um 6 Uhr aufstehen, dann wurde nur noch schnell gefrühstückt und dann ging es auch schon los zur Arbeit. Denn um 7 Uhr stand auch schon Stewart im Aufenthaltsraum und wollte uns unseren Job überbringen. Ich musste meistens eine Floatation machen. Ich musste eine Floatationpumpe anschließen und Gelantine und Bentonite hinzufügen, um den frischgepressten Traubensaft zu filtern. Das einzigst schwere an diesem Job waren die 40l Wasser, die man mit der Gelantine vermischen musste oder die 300l Bentonite.

Da wir jetzt, nach 24000 Tonnen Weintrauben keine neuen Trauben mehr bekommen und wir auch keinen Platz mehr haben, um noch mehr Saft zu produzieren geht es jetzt endlich an den interessanten Teil der Arbeit – aus dem Saft wird so langsam Wein gemacht! Als erstes werden Tonnen von Zucker und Hefe in den Saft gefügt. In meinem letzten Tank waren genau 48.563L gefilterter Saft, diesem musste ich 3000kg Zucker hinzufügen, ganz schön viel oder? – aber ganz ehrlich, das ist nur ein Teelöffel voll. Da haben wir schon mehr Zucker in einen Tank gefüllt.

Also wie ihr schon von mir gehört habt läuft es ziemlich gut auf der Arbeit, ich verstehe mich mit allen ziemlich gut und spreche seit 2 Monaten nur noch Englisch und mir viel es etwas schwer mit Chris aus Österreich auf Deutsch zu sprechen, weil mir manche Wörter einfach nicht sofort in Deutsch eingefallen sind. Aber halb so wild, ich bekomme das schon wieder hin. Jedoch hatte ich ein kleines Problem, das lag aber nicht an der Arbeit, dass lag in meinem Zuhause. Ich hatte ein paar Meinungsverschiedenheiten mit meinen Mitbewohnern und weil wir soweit auserhalb der Stadt gewohnt haben und ich kein Auto habe, haben mich die drei Gründe zum umziehen gebracht. Jetzt gerade wohne ich in dem Drylandshaus mit 7 anderen von meiner Arbeit zusammen. Wir haben letztens beim Lasagne essen festgestellt, dass wir alle aus einem anderen Land kommen - Argentinien, Chile, Carlifornien, Kanada, Italien, England, Bulgarien und Deutschland – und genau das sind die kleinen Dinge die Neuseeland so besonders machen. Ich lerne immer wieder neue Traditionen kennen, wie Ostern gefeiert wird oder was an einem Sonntagabend in Kanada passiert. Leider ist in einer Woche die Zeit schon vorbei und die Hälfte der Leute wird uns verlassen und weiter die Welt erobern. Die andere Hälfte, so wie ich arbeitet noch bis Ende Mai für Drylands und dann geht es auch für uns weiter an die Arbeit! Und ich komme Deutschland wieder einen Schritt näher, denn nach der Arbeit bleiben mir nur noch 18 Tage in Neuseeland. Ich stehe hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber ich freu mich auf meine Familie und ich weiß dass es nicht mein letzter Aufenthalt in einem anderen Land war. Wie sagt man hier so schön, mich hat die Wanderlust gepackt.

Ostern wurde hier auch nicht gefeiert, keiner hatte seinen Vorgarten geschmückt und es wurden auch keine bunten Eier in den Supermärkten verkauft. Man konnte zwar Schokohase, meistens Deutsche Schokohasen kaufe, jedoch haben sich die Neuseeländer keinen wirklichen Spaß daraus gemacht. Den Feiertag gibt es hier schon, aber es wird trotzdem gearbeitet.. Das einzige was hier anders ist, ist der Stundenlohn. Dieser verdoppeltet sich nämlich plötzlich. Da wir Ostermontag frei hatten und Elena und ich irgendwie in starker Osterstimmung waren, haben wir Eier bemalt und ein Osterfrühstück für die Jungs in unserem Haus gemacht. Danach hat sich die Sonne endlich wieder blicken lassen und wir sind alle so schnell wie möglich an den Strand gegangen um die Sonne endlich wieder genießen zu können. Dazu muss ich wahrscheinlich sagen, dass wir die letzen 2-3 Wochen nur schlechtes Wetter hatten, es hat quasi nicht mehr aufgehört zu regnen und unsere Sachen wurden einfach nicht mehr trocken. Wir waren also am Whites Bay und haben einfach genossen, dass wir alle zusammen nochmal die Sonne sehen können. Leo, ein Arbeitskollege aus Brasilien hat dann seine Gitarre mitgenommen und uns seine selbstgeschriebenen Songs vorgesungen während wir ganz relaxed am Strand saßen und unser Bier/ Wein genossen haben. Dann mussten wir nochmal 2 Tage arbeiten – und dann war es soweit – die heißersehnte Vintage Abschlussparty war im Anmarsch. Die Hochsaison ist vorbei, wir haben alle unsere Trauben gepresst und das wird hier riesengroß gefeiert. Unsere Feier fande bei dem Pferderennen in Blenheim statt, es gab Lunch und kostenlosen Alkohol. Wir hatten ein Motto – Rags und Riches - also haben wir Mädels uns einen Spaß daraus gemacht und uns aus billigen Müllresten – bzw in unserem Fall Mülltüten, Zeitung und Klopapierrollen ein gutaussehendes Kleid zu basteln, was auch erstaunlich gut geklappt hat. Naja wir brauchten schon ein paar Anläufe, aber wir haben es trotzdem irgendwie hinbekommen! Und zu allem erstaunen hatten wir alle ein anders aussehendes Kleid an. Die Bilder von der Party werde ich euch später zukommen lassen, weil derzeit ich sie leider noch nicht auf meinem Computer habe. Nach der frühstartenden Party an einem Donnerstagmittag um 12 Uhr ging es dann gegen Nachmittag um 5 Uhr mit allen Mitarbeitern und Chefs in unser Haus wo wie Party weitergefeiert wurde und ihr Ende dann am nächsten Morgen um 7 Uhr gefunden hat. Nach wenigen Stunden Schlaf ging es dann zu einem verkaterten und späten Frühstück mit meinen Mitbewohnern in die Stadt, bevor wir unser Haus aufräumen mussten. Nachmittags machten sich dann ein paar Leute auf nach Picton, um einfach mal was neues zu sehen und aus der Bude rauszukommen. Ab Montag startet dann auch wieder die Arbeit, aber zum Glück nur noch 5 Tage die Woche für 8 Stunden am Tag – was echt wenig für uns ist. Aber wir haben unser Leben zurück und müssen nicht mehr nach der Arbeit durch den Supermarkt rennen ,um unsere Einkäufe noch zu schaffen. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

PS. ich kann keine Bilder hochladen, ich versuche das Problem schnell zu lösen.

 

a normal working day

Montag, 24.03.2014

Get up at 6 in the morning, driving to Drylands and having a breakfast before we start working.

When the trucks of grapes arrive at the winery they all must be weighed to see how many tons of grapes are being dropped off. The trucks drive onto a bridge and weighs them. Then inputs all of the data in an accounting system that tracks the fruit and juice. This information is very important because it allows the winemakers to know what type of grapes have arrived, where they are coming from, how much they weigh, and what time they have arrived.

Marcelo and Rodrigo are working on the press. Drylands has 5 presses, all of which can process 50-75 tons of grapes at a time. These presses, crush the grapes to get the juice out. The guys are responsible for making sure the press is operating correctly, and that after the grapes have been pressed, the juice gets sent to the right holding tanks. This involves setting up a series of pumps and huge hoses from the crusher to the tanks, cleaning the tanks and the crusher, and ensuring that the right amount of juice is added to each of the tanks.

Although these are our technical jobs, this is not what we have been doing the last week. As you can see in the pictures, Drylands is one of the largest wineries in the area- that means a lot of tanks and a lot of equipment. But most importantly, this means a shit ton of cleaning. We have a crew of 40 people working this whole week to clean the entire operation in order to prepare for the harvest.  I were been climbing in the tanks and crusher scrubbing bird droppings and been cleaning tanks, transferring wine or waiting.

Neither of these jobs is very glamorous, but it is giving us a great opportunity to learn about the winemaking process. Tomorrow  the grapes will start rolling in by the truckload and we will be working from 7am-7pm 6 days a week, my day off is every Monday. Once harvest begins we will be receiving 50 tons of grapes an hour.  The next few weeks should be pretty hectic, but we cannot wait to keep learning at Dryands. 

Das war jetzt mal genug Englisch für euch, das letzte Wochenende war das letzte freie Wochenende fürs erste. Deshalb wurde gut gefeiert. Mohito Party im Haus von Elena mit 30 unserer Arbeitskollegen - und Samstag das große BBQ für Silvanas Geburtstag. 

 

AT Drylands:

Presse Nummer 5:

der erste Saft nach dem pressen der Trauben in der Presse

 

Flexi Tank, Bulk Wein, was soviel heißt wie, die Reste die billig verkauft werden

Auf der Arbeit - jeden Morgen kann ich einen schönen Sonnenaufgang beobachten

 

 

Silvanas Geburtstag mit großen BBQ:

gefährliche Chemikalien

Dienstag, 18.03.2014

Wie immer fing um 7 Uhr die Arbeit an. Bis zur Mittagspause unserem Lunch, transportierten wir Wein von einem Tank zu einem anderen. Danach jedoch stand uns eine neue Aufgabe bevor. Ach so: Uns bedeutete: Alfred, Lukas, Ben, Sansin, unserem Supervisor Simon und meiner Wenigkeit. Rebecca, die Chefin, hatte uns zu den Tipi-Tanks zitiert. Tipi-Tanks reinigen war angesagt! In drei Gruppen aufgeteilt ging es dann los. Mit je einer kleine Pumpe, Kaustik, Citric & einem Schraubschlüssel bewaffnet machten wir uns ans Werk. Die Aufgabe hieß: finde so schnell wie möglich deine Verbindungsschläuche und einen Sprayball. Bevor man wieder über das ganze Gelände laufen muss, um zu finden was man sucht. Sansin und ich waren ein gutes Team. Für mich ging es hoch die zweite Etage, um den Sprayball zu finden, da wir drei Gruppen waren und wir nur zwei passende Sprayballs gibt - musste ich mich beeilen, dass hatte sich dann auch gelohnt. Jedoch knallte auch noch die Sonne auf einen runter. Mamma Mia, das war anstrengend! Aber trotzdem noch besser als Flaschen zu füllen (wie den Tag davor) ,denn man hat eine sinnvollere Aufgabe dabei. Schön und gut, Sansin und ich haben alle Teile gefunden, die wir brauchten und los gings. Durch die Verbindungsschläuche, die auch am Wasserhahn angeschlossen waren, wurde das Wasser nach oben gepumpt und durch den Sprayball wieder in den Tank. Das ganze läuft in einem Kreislauf. Der erste Gang war ein Testdurchlauf, weil als nächstes der Kaustik ins Wasser kommt, was hoch gefährliche Verbrennungen verursachen kann. Deshalb wurde erst der Testdurchgang gemacht, damit alles dicht ist und nirgendwo Kaustik rauskommen kann. 30 Minuten Kaustik Reinigung, 30 Minuten Citric Reinigung, um alles zu neutralisieren und dann nochmal 20 Minuten mit Wasser und fertig waren wir.

Danach ging es mit allen Arbeitskollegen in die nächste Bar um den St Patricks Day zu feiern.

Abendessen mit Luciana und Stew:

Gut gerüstet um auf einen 200 000liter Tank zu klettern:

Montag, Flaschen füllen mit Lukas, Ben und Koen:

       

Tankreinigen mit den Jungs:

auf gehts an die Arbeit!

Mittwoch, 12.03.2014

Gut in Blenheim angekommen wurde ich von einem BBQ zum nächsten mitgezogen, egal zu welcher Uhrzeit. Silvana und Rodrigo haben ein paar Freunde in Blenheim die wir zusammen besucht haben. Samstag ging es zum Lunch zu Sebastian wo wir ein BBQ machten, abends trafen wir und dann bei Daniela zum nächsten BBQ mit der Begründung wir aus Chile lieben das BBQ und koennten es jeden Tag essen. Danielas BBQ endete aber dann als riesige Hausparty wo ich eine Bekannte von mir wiedergetroffen habe – Lena. Am nächsten Morgen ging es dann aber auch schon wieder los zu Jane und ratet mal was wir dort gemacht haben? Es ist nicht so schwer das zu erraten. Und kommt ihr drauf? – Wir haben mal wieder ein BBQ gemacht, aber das sollte erst mal das letzte sein, wurde mir gesagt. Danach spielten wir noch ein paar Runden Pool inder Silvana und ich alle abziehen konnten, ich wurde mal sagen, da hatte jemand pures Anfängerglück.

 

Montagmorgen. Munter und positiv starteten wir den Tag wie üblich, nur dieses Mal um 8 Uhr am Morgen – na gut, am liebsten während wir nach dem Frühstück einfach wieder ins Bett gekrochen und wären darin geblieben, um zu schlafen. Jedoch sah die Realität anders aus, denn ohne Moos nix los. Los ging es zur Drylands Vinyard. Dort angekommen trafen wir auf unsere 36 anderen Arbeitskollegen, wobei ich die einzige Deutsche bin und wir viele aus Chile und Kalifornien in unserer Gruppe haben. Am ersten Tag wurde alles ruhig angegangen, nach dreieinhalb Stunden Infos gab es erst mal Lunch – Fisch and Chips und zum Dessert Pavlova – da das Wetter so gut war, wie ihr auf den Bilder sehen könnt konnten wir draußen essen. Danach ging es auf in die nächsten zwei Stunden Infos über unsere Sicherheit und wie wir uns zu verhalten haben, wenn wir mit gefährlichen Chemikalien arbeiten müssen.  Danach kam der gemütliche Teil – Wein testen! Von Pinot Noir über Sauvingon Blance bis hin zu Rose, wurde alles getestet, mit dem Grund, dass wir auch wissen, was wir produzieren und wie gut unser Produkt ist.  Danach wurde der Rest des Tages im Park verbracht mit joggen und so manchem Workout – ich bin in einer Sportler Familie gelandet, also werde ich mitgezogen, was auch gar nicht so verkehrt ist.

 

So kommen wir zu meinem ersten Arbeitstag, der super entspannt ablief, weil keiner so richtig wusste was er machen sollte oder konnte. Wir wurden in viele kleine Gruppen eingeteilt und mussten verschiedene Aufgaben machen. Meine Hauptaufgabe war es die Weintanks sauber zu machen. Wir haben hier verschiedene von 25000l bis 200 000l ist alles dabei. Aber gereinigt werden diese nicht per Hand sondern mit Chemikalien. Wie genau das funktioniert, erkläre ich euch ein anderes Mal. Ihr müsst euch aber keine Sorgen machen, da ich super schöne Schutzkleidung tragen muss, kann mir im Grunde nichts passieren.

 

Daniela's BBQ: 

 

 

BBQ mit Jane: (rechts neben mir, von euch aus gesehen - dass ist Rodrigo. Links Marcelo und hinten links ist Silvana)

 

Drylands - mein neuer Arbeitsplatz:

       

die Zeit mit meiner Tante ist zu Ende..

Samstag, 08.03.2014

Seitdem Skydive in Taupo ist hier viel passiert in Neuseeland. Dirk,Silvia und ich sind nach Rotorua, Tauranga und zurück nach Auckland gereist, um Dirk zu verabschieden, da es für ihn wieder an die Arbeit ging. Ich fuhr dann nochmal für eine Woche nach Wellington, um ein paar Freunde wieder zusehen, Neuseelands beste Pizza zu essen, den Geburtstag von Giovanni zu feiern und einfach  die für mich schönste Stadt in Neuseeland endlich wieder zusehen. Silvia flog in der Zeit nach Duedin und machte sich dann auf den Weg nach Queenstown wo wir uns wieder getroffen haben. – Jedoch war das Wetter auf der Südinsel schlechter als ich mir jemals hätte vorstellen können. Kalt, mit viel Regen und starkem Wind. Da wir aber nicht wasserscheu sind, fuhren wir mit der Skyline auf einen der umliegeneden Berge, um Queenstown von oben zu sehen. Danach ging es in die Icebar, die komplett aus Eis war, Stühle, die Bar, die Gläser – ich meine einfach alles. Dafür war es darin auch minus sieben Grad. Mit einer dicken Winterjacke und Handschuhen bewaffnet ließ es sich dann doch aushalten :)

Danach setzen wir uns in die danebenliegende Bar – the Boiler – mit einem Kamin, die uns dann wieder auftauen konnte, da unsere Fingerspitzen und Füße doch schneller eingefroren sind als wir dachten.

Am nächsten Tag wollten wir dann noch den Canyon Swing machen, aber leider war es zu windig um dies zu machen.. das war die Enttäuschung pur.. wir hatten uns so gefreut – ja ich weiß wir sind langsam verrückt geworden, aber der Adrenalin kick ist es einfach wert!  Am nächsten Tag ging es dann nach Christchurch – für gerade einmal 11 Stunden. Denn als wir nach Stundenlangem Bus fahren und einem Stopp am Mt Cook endlich angekommen waren, regnete es wie aus Eimern, es stürmte und unser Hostel war die voll Katastrophe. Undichte Fenster, keine Heizung, quietschende Betten …. Eingepackt in Mütze, Schal und dicken Sachen konnten wir dann auch endlich schlafen. Jedoch entschieden wir uns am nächsten Morgen Richtung Sonne zufahren – also war Nelson unser Ziel, dafür steht man dann auch Morgens um 6 Uhr auf.. Es kam nun der ungemütliche Teil: Sachen packen. Wir würden Christchurch heute verlassen – mit einem sehr guten Freund weniger im Gepäck. Neeeeein! Doch wie gesagt: Alles hat ein Ende.

und es regnete immernoch. Durch unsere liebste Omi haben wir dann auch noch erfahren, dass es Hochwasser und ein starken Sturm in Christchurch gab. Es war also die beste Entscheidung die wir treffen konnten, denn in Nelson angekommen hatten wir 25 Grad und strahlendblauen Himmel. Wir genossen das Wetter also im nächsten Park und aßen Eis und tranken ein letztes Bier zusammen. Da es am nächsten Tag für mich nach Blenheim ging, weil die Arbeit ja am Montag anfangen  wird und für Silvia ging es mit der Fähre zurück auf die Nordinsel.


In Blenheim angekommen war immer noch gutes Wetter und bis zu 35 Grad, was aber sehr anstrengend war, weil ich mit meinem 20kg Rucksack irgendwie zu meinem neuen Zuhause kommen musste. Dort angekommen warteten Marcelo, Silvana und Rodrigo schon auf mich. Die drei kannte ich noch aus Wellington und mit ihnen wohne ich jetzt die nächsten 2 ½ Monate im Haus von Monty , einem 54 jahre altem Kiwi zusammen. Ich habe meinen eigenen schönen großen Raum mit dem gemütlichsten Bett überhaupt. Also mir geht es wie immer ziemlich gut!

 

Soooo jetzt hab ich auch vernünftiges Internet um euch auch mal schöne Bilder zu zeigen! :) Ich hoffe ihr koennt da noch irgendwie durchblicken.

 

Das war am Cape Reinga:

 Sandduine und 90 Miles Beach:

auf dem Weg zu Wangaroa und Wangaroa

 

Glühwürmchentour:

 

Tauranga:

 

Icebar in Queenstown und Skyline:


  Skydive in Taupo:

    

 

Mein neues Zimmer in Blenheim:                    


Skydive

Freitag, 21.02.2014

Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Von Auckland ging es nach Waitomo zu den Gluehwuermchen Hoehlen, dann nach Rotorua und nach Taupo, ueber Schwefelquellen, Hotpools und Seen bis hin zu Bergen, schoenem Wetter und einem Skydive haben wir nicht viel spannendes gesehen. 

 

Es ist Donnerstag der 20.Feburar 2014, ein ganz normaler Tag, mit einem ganz normalen aber spannenden Plan. Auschecken aus dem Hostel, kleines Fruehstueck und schon hat uns der Bus abgeholt. Mit feuchten Haenden, nervösen Blicken und aufgeregtem Sinn buchten wir unseren Sprung. 15000ft, dass sind um die 5000m. Es war keine Zeit mehr zum nachdenken, der rote Blaumann wurde einem angezogen, kurz darauf kam mein Kameramann Rob und mein Tandempartner Andy. Kurze Interviews, Videos und Fotos und ab ging es in den Flieger. Ich war die erste die springen sollte. Der gelbe Flieger startete, die Maschiene hebte ab - gut das Rob da war und mich die ganze Zeit mit dummen fragen loecherte. 4500ft.. ich wurde an Andy festgeschnallt und meine Gurte wurden festgezogen. 6000ft alles war fertig nur wird abgewartet. Es ging immer hoeher und hoeher. 12000ft die Atemmaske wurde aufgesetzt weil die Luft zu duenn wurde. 15000ft letzter Check, die Tuer ging auf, ich musste mich drehen, es gab kein Zurueck mehr. Mein Herz raste, toten Stille, letztes Foto... und dann ging es los .. dass fallen ins nichts, der Boden kommt immer näher, dass Adrenalin fließt durch den ganzen Körper, ein super Gefuehl von Glueck durchfloss mich ...

Ich hatte keine Gedanken, einfach nur 60 sekunden lang fallen. Fallen ins nichts. Fliegen wie ein Vogel. Ein atemberaubendes Gefuehl. Und scho stand ich wieder auf festen Füßen. Ich wollte nochmal es war viel zu kurz und es hat mir zu gut gefallen! :) 

 

Also meine Lieben.. macht euch keine Sorgen mehr um mich .. ich bin heile angekommen und die Fotos und Videos werde ich euch noch genau zeigen! :)

 

Cape Reinga

Montag, 17.02.2014

Gut gelaunt erwachte die Hälfte von uns mit dem anbrechenden Morgen. Die andere Hälfte grummelte  ein bisschen vor sich hin, gab sich aber letztendlich geschlagen. Zeitig strebten wir den Norden Neuseelands an. Zu Beginn streiften wir noch kleine Dörfchen, dann kam außer Schafsherden lange nichts mehr. Nach über vier Stunden Autofahrt und einem Fastunfall mit dazugehoeriger Herzattacke von Silvia kamen wir gut in unserem Hostel in Whangaroa an. Da sie Autofahrt so lange gedauert hatte, kochten wir noch gemeinsam und die beiden fielen ins Bett. Ich habe mich dann noch mit einem Holländer , einem Kanadier und einem Deutschen an den Tisch gesetzt und Karten gespielt. 

 

Am nächsten Morgen ging die Entdeckertour los. Um Cape Rainga und die berühmtberüchtigten Te Paki Sand Dunes zu sehen.

 

Wir fuhren das letzte Stückchen in den Norden zum Cape Reinga. Ein 800m langer Weg führte hinab zum Leuchtturm, dem fast nördlichsten Punkt Neuseelands, der Ort an dem die Tasmansee und der Pazifik schäumend aufeinander treffen. Die Maori glauben daran, dass dort die Seelen der Verstorbenen an den steilen Klippen ein letztes Mal entlangwandern bevor sie ins Jenseits (Hawaiki) übergehen. Unser Plan war eine Wanderung an der Küste zu machen, jedoch war es so unglaublich schön einfach nur auf der Steinmauer am Leuchtturm zu sitzen und die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren. Es war fast ein 360° Wasserpanoramablick, der uns uns einfach frei fühlen ließ. Nach einer angenehmen Stunde sollte es dann auch weiter gehen, zu den Sanddünen. 

 

 Auf seltsame Weise verblüfft waren wir, als wir die Kuhweide durchquert hatten und plötzlich in der Ferne unerwartet riesenhafte Sanddünen an deren Rändern der Regenwald grenzte, erblickten. Voller Erwartung parkten wir vor den Sanddünen und machten uns bereit. Weicher, fließender Sand empfing unsere Füße, was jedoch beim Erklimmen der steilen Berge schnell zu einer plagenden Strapaze für unsere Wadenmuskulatur und unserer Ausdauer wurde. Genießen konnten qir es trotzdem. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Stopp am 90 Miles Beach und überlegten kurzzeitig ins Wasser zugehen, dieser Gedanke wurde jedoch gleich gestoppt, als wir bemerkten, dass wir keine Badesacheb mit hatten. - Das Wasser wäre uns warscheinlich sowieso zu kalt 

 

gewesen, nachdem wir die Kostprobe mit den Füßen genossen hatten. Wir beobachteten noch ein wenig das starke Wellenspiel und den endlosen Strand und dann ging es ab ins Hostel, weil sich knurrende Geräusche aus jedem Bauch bemerkbar machten.

 

 

Dirk , unser super Koch zauberte uns ein leckeres Abendsessen und so konnten wir mit super vollen Mägen schnell und gut einschlafen.

 

Ps. Die Bilder folgen in ein paar Tagen.

Endlich sind sie da!

Samstag, 15.02.2014

 

Da waren sie. Um kurz vor Zehn im Abend stande ich an der Bushaltestelle des Airport Busses und wartete auf meine liebe Tante Silvia und meinen Onkel Dirk. Ich konnte den Bus die Queenstreet runterfahren sehen und dann auch endlich die beiden. Vollbepackt stiegen die beiden aus, umarmten mich fest und drückten mir dann ihre kleinen Rucksäcke in die Hand und wollten wissen wo es zu ihrem Hostel geht. Es war schön, nach fast 8 Monaten jemanden von seiner Familie da zu haben. Dann wurde das Zimmer bezogen, mir wurden noch mehr Sachen gegeben die ich tragen muss, aber ich hab mich natürlich gefreut. Weiße Duplos, Tshirts und Schokolade und ein Teil meiner Familie ist da. Was will ich mehr ? :-) 

 

Etwas später köpften wir dann noch einen vom Flughafen mitgebrachten Campagner und haben darauf angestoßen am anderen Ende der Welt zusammen zu sitzen. Wer hätte vor zwei Jahren schon gedacht, dass ich mal mit meiner Tante und meinem Onkel am anderen Ende der Welt Campagner trinke ? 

 

Am nächsten Tag lagen wir dann vor einem großen Problem.. wo schlafen wir heute Nacht? Denn in Auckland war jedes Hostel ausgebucht und jeder Bus schon abgefahren, der in eine andere Stadt faehrt.. also blieb uns nichts anderes übrig als in das billigste Hotel zu gehen und dort ein "Zimmer" zu buchen. Dort angekommen fanden wir aer eine kleine Suit vor. Zwei große Räume mit eigenem Badzimmern, zwei großen Fernsehern, einer Küche und einem riesigen super bequemen Bett. Indem man geschlafen hat wie eine  

 

Prinzessin. Mit einem gemeinsamen Kartespielabend, Bier und Sandwiches endete unser erster gemeinsamer Tag dann auch ganz flott. 

 

 

 

 

Heute am Samstag den 15.2 ging es in den nãchsten Kampf. Finde den billigsten Mietwagen mit der billigsten Versicherung.. gesagt und getan. Jetzt sind wir in unserem "Dirtydevil-Auto" unterwegs in Richtung Norden, mit Silvia am Steuer ist das ganze sogar noch spannend und belustigend. Das erste Mal im Linksverkehr im Automatic-Car ist doch garnicht so einfach wie man gedacht hatte.. 

The Sevens - Rugby vs Karneval

Sonntag, 09.02.2014

Rugby ist DER Sport in NZ. Immer ein Rettungshaken, wenn ein Gespräch mal ins stocken kommt und da über das ganze Jahr (in verschiedenen Ligen etc) gespielt wird, geht einem der Gesprächsstoff nicht aus. Dieses Wochenende ist “The Sevens” in Wellington. Ein großes Event, bei dem internationale Manschaften gegen einander spielen, wobei jedes Spiel nur 7 Minuten dauert. Aber damit nicht genug. Niemand geht in normaler Kleidung ins Stadium, sondern verkleidet sich so kreativ wie möglich und danach gehts in die Stadt. Es ist im Großen und Ganzen mit unserem Karneval zu vergleichen. Zu Beginn gab es auch eine Parade und man betrinkt sich im allgemeinen hemmungslos. Nur gibt es noch etwas Sport dazu. Meinem ganz gesitteten Ausflug in die Stadt und der Waterfront wurde also ein kräftiger Farbklecks verliehen.

Ich wurde ständig von irgendwelchen Freunden gefragt "are u dressed up tonight?" - leider fehlte mir ein Kostüm, aber Amy gab mir eins ihrer alten. - Robin Hood Lady sollte es sein - & ab ging es in die nächstbeste Bar . Immerhin keine Karnevalsmusik, wobei es echt komisch war und die Atmosphäre ganz anders. Jeder, wirklich jeder verkleidete sich .. Mir liefen Indianer, Rugbyspieler, Polizisten, Familie Feuerstein,  Hoppies, sämtliche Disneyfiguren und Stars entgegen. Keiner hatte hier nicht irgendwie eine Verkleidung an, war ich froh in diesem Moment, dass Amy mir ihr Kostüm gegeben hatte. 

Ich verbrachte den Abend mit meinen südamerikanischen Freunden und durfte danach kaum schlafen, weil es dann schon wieder los ging. Der " Sevens " wird nämlich auch am  8.2 gefeiert,  also bin ich heute nach einer zwei-Tages-Trink-und-Karnevalsparty total ausgenockt und muss mich erstmal ausruhen.

Irgendwann am Abend durchzog ein herzzerreißender Schrei von einem rosa Häschen den Raum, weil NZ das Spiel gegen Kenia verloren hatte. Dies bedeutete auch, dass NZ nicht drei gewonnene Sevens hintereinander erreichen konnte. Am Ende gewann England und schob NZ auf den dritten Platz.

 schönes Wellington Alaaf an alle Zuhause! :)

 

 

die Jungs..

 

 

 

Das sind noch Bilder aus Wanganui und Wellington:

   

Waitangi Day!

Samstag, 08.02.2014

 

Wellington ist und bleibt einfach meine favorite City in Neuseeland. Sie ist nicht zu klein, aber auch nicht zu groß. Es ist immer was los und man kommt schnell ueberall hin. Ich wohne jetzt bei Antonio [ Italien ] und Josh [ Österreich ]. Zwei total liebe Jungs und ich muss sagen, dafuer, dass es eine Wohnung mit zwei Jungs ist, ist sie echt sauber! Den Tag ueber bin ich immer alleine, weil die beiden arbeiten gehen. Aber in der Zeit, treffe ich mich dann mit den Leuten aus Südamerika -Chile, Argentinien & Mexico.  

Da Antonio Dienstag und Mittwoch frei hatten, machten wir uns auf zu einem Eintages-Trip nach Wanganui. Zwei Stunden Autofahrt fuer Strand und eine kleine süße Stadt in der nach 5 alles geschlossen ist. Der Trip hat sich gelohnt! Relaxing tut auch mal gut, wobei ich dass ja schon seit ueber zwei Monaten mache. Ich genieße es.

Am 6. Februar waren dann Public Holidays. Der Waitangi Day ist ein neuseeländischer Feiertag. Die Schulen haben geschlossen, die Geschäfte haben nicht lange auf, kaum jemand muss arbeiten und ueberall findet man Verkaufsstaende, Musikbühnen & irgendwelche kleinen Veranstaltungen. Der Waitangi Day wir gefeiert,  um das Unterzeichnen des Vertrags im Jahre 1840 zu feiern. Der Vertrag machte Neuseeland zu einem Teil des britischen Reiches, garantierte den Māori die Rechte auf ihr Land und gab ihnen die Rechte britischer Bürger. 

 

Da ich im Moment einen kleinen Urlaub mache konnte ich ausschlafen, wärend alle anderen bis 1pm arbeiten waren. Danach ging es zur Waterfront und wir schauten uns die verschiedenen Staende an, ueberall gab es Essen und Souvenire zu kaufen. Wir machten uns einen schoenen Abend und bereiteten uns auf den "sevens" vor. Hier in Wellington geht gerade die Post ab, ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 

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